Der 6. Muldental-Triathlon war gleichzeitig Austragungsort der sächsischen Landesmeisterschaften für die Jugend A, Junioren und den Erwachsenenbereich. Während es der Nachwuchs bis zum Schluss spannend gemacht hat, wer den Titel des Sachsenmeisters tragen darf, setzten sich bei den Erwachsenen mit Martin Voigt und Kathrin Bogen die Favoriten souverän durch.
Schon zeitig am Morgen fiel der Startschuß zum mt3-light. Mit den Teilnehmern an den Sachsenmeisterschaften gingen 155 Hobbyathleten und 41 Teamtriathleten auf die Strecke. Dieser riesige Pulk begeisterte die zahlreichen Zuschauer die auf der Grimmaer Hängebrücke standen, als die Athleten unter ihnen durchschwammen. Die leichte Gegenströmung machte auf der Hinstrecke keine Probleme. Aber in der Flussmitte ging es dann mit Schwung und unter Applaus der Zuschauer zum Ausstiegt. Erster an dieser Stelle war Christoph Paul Clauß. Schon mit einem kleinen Abstand konnte der Leipziger nach 9:05 min das Wasser verlassen. Auch auf der Radstrecke mit den 3 Runden ließ er sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Bis dahin sah es nach einem Start – Ziel Sieg aus. Jedoch auf der Laufstrecke musste er diesem Tempo Tribut zollen. Mit der 10. besten Laufzeit viel er auf Platz 6 der Gesamtwertung zurück. Diese Leistung reichte zu einem 2. Platz in der Meisterschaftswertung der Jugend A männlich. Die entscheidenden Meter früher im Ziel war Phillip Schröter. Der Nachwuchsathlet vom SC Riesa kam mit 1:04.14 etwa eine halbe Minute vor seinem Konkurrenten über die Ziellinie und wurde Sachsenmeister
Die ausgeglichendste Leistung aller Starter sicherte John Heiland vom SV Elbland Coswig den Gesamtsieg und den Pokal des Sachsenmeisters bei den Junioren. Die jeweils 4 besten Splitzeiten der einzelnen Teildisziplinen brachten ihn Stück für Stück nach vorn. 1:02,38 Stunden brauchte er für die Jedermanndistanz. Doch immer dicht auf den Fersen war ihm Tom Richter. Der Riesaer hatte immer Tuchfühlung zur Spitze. Auf Grund der Pendelstrecke beim Laufen konnten sich die Athleten immer in die Augen sehen. Das spornte zusätzlich an und kitzelte die letzten Reserven aus dem Körper. So auch bei Lukas Flinzberger vom TRI-Sport Wurzen. Denn nur eine gute Minute hinter dem Führenden hatte er noch alle Optionen auf den Sieg. Dennoch reichte es nicht und er wurde 3.
Weniger spannend aber trotzdem hochklassig ging es bei der weiblichen Konkurrenz zu.
Der Titel bei der Jugend A weiblich ging nach Dresden zu Larissa Schulte. Mit 1:19,57 Stunden hatte sie fast 7 Minuten Vorsprung auf Laura Dathan ( SC Chemnitz ) . Dritte wurde Lisa Geifert (Sv Schönheide)
Lediglich 2 Athletinnen der Juniorinnen erreichten das Ziel. Hier hatte Franziska Bittner (TRI-Sport Wurzen) die Nase vor ihrer Vereinskameradin Stefanie Krätzschmar.
Den Heimvorteil nutze Martin Voigt konsequent. Der Grimmaer in Diensten des Stadtwerketeams Leipzig war ein klassischer Lokalmatador. Unaufhaltsam pushten die Grimmaer Zuschauer ihren Mann an. Schon nach der ersten Teilstrecke stieg er als erster auf das Rad. Am 12 %igen Anstieg zum Colditzer Weg stand sein Fanclub. Obwohl er seinen Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten immer mehr ausbaute, gab er über den gesamten Wettkampf alles. Eine 10 km Zeit von 34:44 min zeigt, dass er auch im letzten Abschnitt nicht das Tempo herausgenommen hatte. Mit 1:59,30 Stunden blieb er sogar unter der magischen 2 Stundenmarke und hatte im Ziel über 10 Minuten Vorsprung auf Gernot Poener und André Metzner. Der Vizemeistertitel aber ging an Voigts Vereinskamerad Sebastian Pflüger.
Ebenso souverän siegte Kathrin Bogen vom Sport Markler Team TRI-Sport Wurzen. Nach 2:22,27 Stunden konnte sie im Ziel ihre Arme hoch reißen. Auch der 2. Platz blieb im Muldental. Romy Ehrlich vom TRI-Sport Wurzen beendete das Rennen nach 2:28,05 Stunden.
Den Zuschauern an der Strecke wurde toller Sport geboten. Die angereisten Athleten gaben ihr bestes. Einziger Wermutstropfen war die geringe Resonanz an den Sachsenmeisterschaften. Sicherlich wird es in nächster Zeit Diskussionsbedarf geben, wie der Stellenwert dieser Titelkämpfe angehoben werden kann. Viele namhafte sächsische Spitzenathleten blieben dieser Landesmeisterschaft fern. Das soll keineswegs die Topleistungen der Sieger und Platzierten schmälern, ist jedoch für die Bedeutung dieser Meisterschaft unangemessen.